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Auflösung
Claudia L. via Internet, fragt:
Lässt sich das Gehirn Gesunder mit Psychopharmaka dopen?

Medienberichten zufolge greifen auch gesunde Menschen verstärkt zu Psychopharmaka wie Antidepressiva oder Ritalin. Doch funktioniert dieses Hirndoping überhaupt bei Gesunden?

Die Antwort der Redaktion lautet:

Professorin Isabella Heuser, Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité, Berlin:

Den Begriff „Hirn-Doping“ benutze ich nicht, weil Doping gleich so negativ klingt, so wie man es vom Sport kennt: Da nimmt man illegale Mittel, tut etwas Verbotenes, um besser als gut zu sein. Doch es ist nicht verboten, als Gesunder Psychopharmaka einzunehmen, die eigentlich für Kranke mit Alzheimer, Depressionen oder mit dem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) entwickelt und zugelassen wurden. Um nicht von vornherein zu verurteilen, spreche ich von Neuro-Enhancement, also von der Verbesserung der geistigen Leistung.

Genau genommen verbessert Neuro-Enhancement eigentlich nichts: Wer Psychopharmaka nimmt, bekommt deswegen keinen höheren IQ und ist auch nicht kreativer. Tatsächlich helfen diese Psychopharmaka „nur“, die Aufmerksamkeit zu fokussieren und sich länger zu konzentrieren. Das funktioniert bei kranken Menschen, etwa jenen mit ADHS, und auch bei Gesunden. In einer Meta-Analyse, für die ich mit Kollegen verschiedene Studien zu Neuro-Enhancement ausgewertet habe, kam heraus: Methylphenidat, der Wirkstoff des ADHS-Medikaments Ritalin, verbessert bei Gesunden vorübergehend die Konzentration, hat aber keine anderen leistungssteigernden Effekte.

Es verwundert also nicht, dass vor allem jene Menschen Psychopharmaka als Neuro-Enhancement nehmen, die Deadlines haben: der Journalist, der am nächsten Tag mehrere Manuskripte abzugeben hat, oder der Student, der wegen anstehender Prüfungen in kurzer Zeit viel lernen muss. Das habe ich in den 15 Jahren, die ich in der klinischen Praxis arbeite, selbst beobachtet.

Es ist jedoch eine Fehleinschätzung, dass in Deutschland alle ständig Ritalin nehmen. Eine bundesweite Umfrage im Auftrag der DAK ergab 2009: Von den 3000 befragten Versicherten, die zwischen 20 und 50 Jahre alt waren, gab nur jeder Zwanzigste an, gelegentlich Medikamente zu nehmen, um die geistige Leistung zu verbessern, ohne dass dies medizinisch notwendig gewesen wäre.

Unklar ist nach wie vor, wie der Wirkmechanismus dieser Psychopharmaka bei Gesunden ist. Grundsätzlich verstärken Neuro-Enhancer den Botenstoff Dopamin im Gehirn. Damit ist nicht gesagt, dass mehr oder schneller Dopamin transportiert wird, aber das Gehirn ist aktiver, wie uns Bilder aus funktionellen Magnetresonanztomografen zeigen. Anders wirkt Modafinil, das üblicherweise gegen Narkolepsie verabreicht wird: Es unterdrückt auch bei gesunden Menschen das Schlafbedürfnis. Es wirkt auf das Schlaf regulierende Hormon Orexin. Im Detail sind diese Vorgänge aber noch nicht verstanden.

Auch sind die Nebenwirkungen noch kaum erforscht, vor allem die Langzeitfolgen. Immerhin: Das Abhängigkeitspotenzial scheint sehr gering – anders zum Beispiel bei einem weit verbreiteten Neuro-Enhancer, dem Nikotin.

Trotz allem steht Neuro-Enhancement seit geraumer Zeit in der Diskussion: Ist es ethisch vertretbar, sein Gehirn zu verbessern? Das „höher, schneller, weiter“ ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis. Nur bereitet es manch einem Unbehagen, dass es reichen soll, eine Pille einzuwerfen. Viele haben halt eine recht protestantische Haltung: Sie versuchen, viel zu schlafen, wenig zu essen, viel Sport zu treiben, wenig Stress zu haben. So gut dieser Lebensstil ist: Ihn ohne Hilfsmittel zu erreichen oder zu führen, grenzt an Selbstkasteiung.  

Deswegen plädiere ich für einen liberalen Umgang mit Neuro-Enhancern. Auch wenn ich selbst keine nehme – weil ich zu wenig über Langzeitfolgen weiß und zu viel Hochachtung vor dem Gehirn habe.

Aufgezeichnet von Franziska Badenschier

Und das waren die Antworten der User
Gizella ..

Ich habe gelesen das Psychopharmaka auch das gesunde Gehirn dopen kann

Ich glaube, das kurzfristig helfen kann, aber ich kann mir vorstellen, dass langfristige einname schaden im verursacht,
Ich will gar nicht daran denken was passiert, wenn man dann nach längere regelmässige einname plötzlich aufhört damit.
22.09.2012 05:54 Uhr
Linus M

So mancher Wirkstoff, der heutzutage als Aufputschmittel oder gar als "harte Droge" verpöhnt ist, hat seine Karriere wohl einmal als Medikament gestartet. Genauso ist es auch bei den "Neuroenhancern", also den Aufputschmitteln fürs Gehirn: Wenn für Parkinson-Patienten ein Mittel ersonnen wird, das die Dopamin Konzentration erhöht, so beduetet das ja nicht, dass er nicht nur von dieser Zielgruppe eingenommen wird.
Denn natürlich hat eine Steigerung der Dopaminkonzentration im Gehirn auch bei gesunden einen Effekt, wenn auch die Konzentration eines Transmitters - in diesem Fall eben Dopamin - ÜBER das Normalmaß gehoben wird.

Das ist auch bei vielen anderen Wirkstoffen der Fall, da der physiologische Ansatzpunkt meist im kranken wie im gesunden Zustand vorhanden ist: Da können zum Beispiel Enzyme "gestoppt" werden, die den Abbau eines Transmitters X bewirken, die Wiederaufnahme in die Präsynapse wird verzögert oder es wird eben gleich ein Agonist des Transmitters X zugeführt: All diese Mechanismen würden letztlich dazu führen, dass Neurone, die auf Transmitter X ansprechen, nun viel stärker beeinflusst werden.
Ob aber zum Zeitpunkt der Einnahme des Wirkstoffes bereits eine hohe Konzentration des Transmitters X vorliegt oder nicht, das spielt eher eine untergeordnete Rolle.
Aber genau das ist wohl das Problem: Vieles, was im Krankheitsfall wirkt, wirkt auch bei gesunden Personen. Nur ist die Ausgangslage verschieden: Während das Medikament im ersten Fall den Normalzustand herstellt, verändert es diesen im zweiten Fall zum abnormalen hin. Was man als "Medikamet" und was als "Droge" bezeichnet, hängt also nicht immer vom Wirstoff an sich ab, sondern auch vom gesundheitlichen Zustand des Konsumenten.
28.09.2012 13:29 Uhr
My Brain
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