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Editorial
Kopf und Inhalt

Kopf und Inhalt

Wenn er weiter gesehen hätte als andere, so schrieb Isaac Newton an John Hooke, dann nur,
weil er auf den Schultern von Riesen gestanden hätte.

Natürlich kennt auch die Geschichte der Hirnforschung so manchen Riesen, und genau denen ist das Thema „Kopf und Inhalt“ gewidmet. So manche sind heute echte Popstars, andere sind vergleichsweise unbekannt. Meilensteine sind es, auf ihre Art, und an dieser Stelle wollen wir sie würdigen.

Wir beginnen aktuell mit einigen sehr bekannten Nobelpreisträgern und einigen außerhalb der Fachwelt nicht ganz so bekannten deutschen Forschern. Diese Form der Durchmischung werden wir beibehalten, sogar noch um jüngere, aktive Forscher erweitern. Denn nicht jeder Meilenstein wurde mit einem Nobelpreis gewürdigt. Wobei unsere Vorstellung eines Meilensteins zugegebenermaßen ein wenig subjektiv sein mag ...

Welchen Kopf nebst seinem Inhalt wir auch immer beschreiben, Ziel ist es, nicht nur die Arbeit zu portraitieren, sondern den ganzen Menschen in seiner Zeit. Denn so manches Hirn, das sich selbst erforscht, steckt in einem Charakterkopf. Zum Einstieg finden Sie zum Beispiel – aktuell jubiläumsbedingt – die Nobelpreisträger Hubel und Wiesel und ihren Nobelpreispartner Roger Sperry. Die NWG stellt uns freundlicherweise ihre Videobiographien zu Johannes Dichgans und Georg Kreutzberg zur Verfügung. Aber wie gesagt: dieses Thema bauen wir weiter aus, denn nur dann zeigt sich die wandelvolle Forschungsgeschichte des Gehirns – und damit des Menschen.

Köpfe und Ideen – eine Einführung

Artikel
Die geteilten Gehirne
Den Balken zwischen den Hirnhälften zu durchtrennen, das klingt nach einem schlechten Horrorfilm. Dabei hilft solch eine Split-Brain-Operation Patienten mit schwerer Epilepsie: Roger Sperry erforschte die Folgen und erhielt dafür den Nobelpreis.
Den Rasen mit der Nagelschere schneiden
David Hubel und Torsten Wiesel schufen Grundlagenwissen über die Architektur des primären visuellen Cortex und die visuelle Informationsverarbeitung. Sie bekamen 1981 den Nobelpreis für ihre Forschung – und für echte Fleißarbeit.
Rita Levi-Montalcini – Wie Nerven wachsen
In einem improvisierten Labor im Schlafzimmer, in dunklen Mussolini-Jahren, legte Rita Levi-Montalcini den Grundstein für eine große Forscherkarriere – und erhielt 1986 für die Entdeckung des Nervenwachstumsfaktors den Nobelpreis.
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My Brain
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