Skip to content. | Skip to navigation

 
Sie sind hier: Startseite / Wahrnehmen / Hören
Editorial
Hören

Hören

Neurowissenschaftler erforschen, wie
Gehirn und Gehör
simple Schallwellen in faszinierende Klangwelten verwandeln.

Nicht alle hören mit den Ohren: Grillen besitzen eine Hörmembran an den Vorderbeinen, Mücken orten Schall mit einem speziellen Organ an ihren Antennen und Zahnwale hören mit dem Unterkiefer. Doch Menschen haben Ohren.

Zugegeben, die meisten Signale erreichen uns über die Augen. Doch die können wir nicht überall haben. Die Ohren dagegen decken den gesamten Raum ab und informieren uns zuverlässig, von welcher Seite Gefahr droht; den Unterschied zwischen Rechts und Links machen schon Bruchteile von Millisekunden!

Ein Großteil dieser Analyse beginnt auf Stationen der Hörbahn, die weit vor dem bewussten Hörcortex liegen. Schon früh fließen auch andere Informationen in die Verarbeitung ein, bis dann die Hörrinde die Schallinformation sortiert und auswertet. So konstruiert das Gehirn aus dem mechanischen Reiz einer Schallwelle die komplexe Wahrnehmungswelt des Hörens. Es analysiert, wo sich eine Schallquelle befindet und ob es sich dabei um eine menschliche Stimme, zarte Geigentöne oder das Getöse der nahegelegenen Verkehrsstraße handelt. Und es verknüpft das Gehörte mit Erfahrungswerten, Emotionen und allen anderen Sinneseindrücken. Das ist eine erstaunliche Leistung – mitten zwischen unseren Ohren.

Mehr als nur Schall und Schwingung – eine Einführung

Artikel
Das musikalische Gehirn
Musik ist mehr als ein akustisches Signal. Sie aktiviert weite Bereiche des Gehirns, weckt Assoziationen und Emotionen und wurzelt möglicherweise in einer Art vorsprachlichen Kommunikation.
Vom Schall zur Deutung
Erstaunliche Signalwandlung: Wie das Gehör aus schnellen Luftdruckschwankungen Informationen über Art und Herkunft des Schalls extrahiert und so dessen Bedeutung für uns erschließt.
Hören mit Gefühl
Ein bedrohliches Hundeknurren lässt uns sofort aufhorchen. Emotionen wie Angst lenken unsere Aufmerksamkeit – auch beim Hören. Was dabei im Gehirn passiert, untersucht eine Psychologin der Uni Mannheim.
  1 von 4  
My Brain
Top
„Glückshormone“ & Co.: Ohne Neurotransmitter könnten Nervenzellen nicht kommunizieren
Ihr Charisma ist oft nur eine Maske. Psychopathen empfinden keine Empathie für ihre Opfer.
Das limbische System steuert nicht allein das Gefühlsleben. Und es hat noch weitere Aufgaben.
Ausgeschlafen ist besser: Schlafbuch-Autor Peter Spork plädiert für mehr und besseren Schlaf.
Die Hälfte des Gehirns besteht aus Gliazellen. Ihre Bedeutung wurde lange nicht erkannt.
Sigmund Freuds Traumdeutung trifft auf die moderne Neurowissenschaft.